Katastrophen-Tag

Katastrophen-Tag

Der Tag fing zunächst mit herrlichem Wetter an und es sah nach einem schönen Radltag aus. Ziemlich bald merkte ich, dass ich so gar nicht in Form war, die Batterien waren leer… Dennoch ließ ich mich davon nicht beeindrucken und fuhr einfach. Doch schon an der Grenze gab es das erste Problem. Dietrich und ich wollten unsere Bikes an einem Schild mit durchgestrichenen Europasternen ablichten. Als Andenken, dass wir die EU verlassen haben. Da kamen glei zwei bewaffnete Grenzvollpfosten auf uns zu und meinten nicht glatt, dass es verboten wär, hier zu fotografieren. Wären wir zu Hause, dann wär ich ihm erst mal übers Maul gefahren und hätte ihn aufgeklärt, dass es hier bei dem Foto nur um das Symbol auf dem Schild geht und nicht um seinen kleinen Puff daneben, das eh nicht zu sehen ist. (Sieht aus wie ein Dixi-Klo, nur weiß, nebenbei…) In Moldawien traute ich mich das nicht und spielte einen ahnungslosen Touri. Da sagte er noch nebenbei, dass das eigentlich 100 € Strafe kostet, er aber davon absieht und ob ich Euros dabei hätte… In meinem Geldbeutel waren nur ca. 40 Lei aus Rumänien. Das würde auch reichen, war seine Antwort! Ich schlauer Fuchs, „Für zwei 40?“ Er kullerte mit den Augen und nickte. Als ob das nicht genug wäre, gab er uns noch einen Rat. Wir sollten hier gut auf Geld und Banditen aufpassen… Ob das ein Witz war? Er war in meinen Augen ein Bandit, auch noch mit einer Waffe! Man kann sich nicht wehren! Diese Pissnelke hat bestimmt Koro. Ich bin immer noch sauer!!!
Die andere Sache ist sehr ernst. Meine Rohloff leckt! Ob das der Matsch von gestern war? Jedenfalls werde ich Bike Schmiede München Bilder zusenden (euch natürlich auch :-)) und gegebenenfalls das Hinterrad von Odessa zurück schicken… Es ist nicht nur das Leck, es hört sich an wie eine Kaffeemühle… Hoffe nur, dass sie die knappen 200 km hält. Schalten kann ich einwandfrei.
Ja, ein durchwachsener Tag. Zum Schluss kam ich leicht unterzuckert hier an und wollte nur noch Essen! Die Strecke heut, mit vielen Hügeln/Bergen (es waren ja nur max. 300 m), machte ziemlich müde. Da fand ich die Karpaten weniger wild, vielleicht nur, weil ich heut einfach von Anfang an leer war…
Morgen ist ein Ruhetag angesagt und ich werde ein paar Bilder von der postkommunistischen Stadt machen.

Meld mich aus Odessa wieder!
Servas!

English:

What a horrible day

The day began with wonderful weather and seemed to be perfect for biking. Pretty soon I noticed that I wasn’t so fit, my batteries were drained… Nevertheless, that didn’t impress me, and so I moved on. However, at the border we encountered the first problem. Dietrich and I wanted to take a picture of our bikes leaning against a sign with the EU stars crossed out. As a memory that we left the EU. Just when we were taking pictures, two armed numbskulled border guards showed up and bluntly told us that it was prohibited to take pictures here. If we had been at home, I would have raked him over the coals and explained to him that we were only interested in the symbol on the sign and not in his little shack next to it that you can’t see on the photo anyway. (It looks like a white Port-A-Potty – just by the way…). But here in Moldova I didn’t have the guts, and so I pretended to be the clueless tourist. Then he casually mentioned that it usually cost a fine of 100 euros but that he would turn a blind eye on it and asked me if I had euros with me… There were only 40 lei from Romania left in my wallet. He answered that this would be enough! Clever as I am I asked: “For two?” He only rolled with his eyes and nodded. As if this wasn’t enough, he gave us a piece of advice: We should keep an eye on our money and watch out for bandits here. Maybe this was a joke? In my opinion, he was one of those, even one with a weapon! And you can’t defend yourself! I bet that dumbass suffers from Koro. I’m still pissed off!!!
The other problem is very serious. My Rohloff leaks! Maybe due to yesterday’s mud? Anyway, I’ll send pictures to the “Bike Schmiede München” (and to you, of course
:-)) and send the rear wheel back from Odessa if necessary… It’s not only the leak, it’s sounds like a coffee grinder… I just hope that it’ll last for the approximately 200 km lying ahead of me. The shift works faultlessly.
Well, a day with ups and downs. At the end, I reached my destination slightly hypoglycemic, and I simply wanted food! Today’s route with many hills/mounts (they were only 300 meters at the highest) made me pretty tired. I found the Carpathians less exhausting. Maybe because my energy level was down from the beginning…
Tomorrow will be a day of rest, and I will take some pictures of the post-communist city.

You will hear from me once I’m in Odessa!
Bye!

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