Bună ziua aus Rumänien!

Bună ziua aus Rumänien!

Das Land ist gar nicht so schlimm, wie ich es zunächst befürchtet habe. Klar, es gibt hier bittere Armut auf dem Land, aber auch Wohlstand. Es sind bizarre Bilder auf den Straßen zu sehen. Da überholt z.B. ein dicker Luxusschlitten eine Pferdekutsche und von beiden gibt es hier viele. Nicht zu vergessen sind noch die Dacias und Ladas ohne Kat, die noch nach Autos riechen. Nicht, dass ich das befürworte! Der Zustand der Straßen ist teils katastrophal. Kleine Straßen durch Dörfer sind meines Erachtens nur mit einem Geländewagen oder in meinem Fall mit einem All-Mountainbike zu passieren. Ich kam heut in einer Stunde nicht weiter als 8 km. Das ist auch für das Material eine ziemliche Belastung, deshalb nehm ich doch die Bundesstraßen mit ihren vielen Kratern, in denen man sich auch verstecken könnte…

Die Menschen hier sind einerseits sehr freundlich (in manchen Restaurants sprechen sie fließend englisch und deutsch), andererseits hab ich noch nie so viele Bettler gesehen. Gefahr jedoch verspüre ich hier im Norden des Landes absolut nicht. Die geht eher von den Hunden aus. Zwei Angriffe konnte ich bisher erfolgreich abwehren. Dank den Tipps aus meinem Radweltführer war das ein Klacks! Beim ersten wollte ich nur ein Bild von einem kleinen Fluss machen, da kam schon ein bellender Köter aus dem Nichts. Zunächst war ich erschrocken, doch bückte ich mich instinktiv. Auf Bücken kommt meistens was geflogen und das wissen die. Kaum in der Hocke, war der Hund nicht mehr zu sehen. Saucool! Der andere Angriff war während der Fahrt. Da liefen gleich zwei Straßenköter hinter mir her, ich zuckte zu meiner Wasserflasche und spritzte denen Magnesiumwasser zwischen die Augen. Aus Mickey Maus und Ruhe war’s!

Nun bin ich schon mitten in den Karpaten und morgen glei die erste Bergetappe seit Langem. Werd es ruhig angehen, im Hinterkopf hab ich noch mein Knie. Obwohl es wieder top ist, weiß ich, dass da noch ca. 28.500 km vor mir sind… In dem Sinne kann ich es kaum erwarten, auf einem Gipfel (auch wenn es nur 1.500 m sind) wieder zu übernachten und morgens den Sonnenaufgang zu genießen!

Das Wetter wird auch allmählich. Heute hatte ich 25 Grad und keinen Regen!! Schon fast zu warm nach den letzten Tagen…
Der Mensch will immer das, was er nicht hat…

La revedere!

English:

Bună ziua from Romania!

The country isn’t as bad as I initially thought. Sure, there is great poverty in rural areas, but there is also wealth. You’ll see bizarre things on the streets. E.g., a big shiny ride overtakes a horse carriage, and you won’t find many of both. And not to forget the Dacias and Ladas without catalytic convertors, the kind that still smell like cars. Not that I approve of this! The condition of the streets is partially disastrous. In my opinion, small streets in villages can only be passed with an off-road vehicle or with an all-mountain bike in my case. Today, I couldn’t cover more than 8 km in one hour. That is pretty hard on the material and that’s why I only take the state roads with its many craters after all. These are so deep that you could hide in them…

On the one hand, the people here are very friendly (in some restaurants they are fluent in English and German). On the other hand, I’ve never seen so many beggars before. However, I don’t sense any danger here in the north of the country. Rather dangerous are the dogs. I’ve been able to fend off two attacks so far. Thanks to the tips in my bike world tour guide, it was a piece of cake! The first one: I only wanted to take a picture of a small river when a barking cur came out of nowhere. In the first instance, I was scared but then I bent down instinctively. And after bending down, something is usually thrown, and they know it. I had hardly bent down and the dog was gone. Awesome! The second attack occurred while I was cycling. There were even two trash dogs following me, and I grabbed my water bottle and sprayed magnesium water into their eyes. Done and dusted!

Now I’m in the middle of the Carpathians, and tomorrow I’ll cycle the first mountain stage after a long time. I will take it easy, keeping my knee in my mind. Although it’s fine now, I know that still roughly 28,500 km lie ahead of me… Having said this, I’m anxious to spend the night on a peak (only if it’s just 1,500 meters high) and to enjoy the sunrise!

The weather is gradually getting better. Today it was 25 degrees Celsius and there was no rain! Almost a little bit too warm after the past few days…
One always wants what one can’t have…

La revedere!

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