Mein Aufenthalt in Wien verlängert sich unfreiwillig um ein paar Tage. Mein Knie hat mich heute Morgen beim versuchten Start nach Bratislava verhindert. Es schmerzte wie Sau! Daraufhin habe ich mir gleich einen Spezialisten auf dem Gebiet in Wien gesucht (man ist ja jetzt Privatpatient :-)). Das war bislang das beste an diesem Tag. Aufgrund des fehlenden Meniskus ist das Knie wegen Überlastung angeschwollen. Der Doc hat mir Procain gespritzt und mich vorläufig vom Schmerz befreit. Deshalb muss ich nicht nur pausieren, sondern auch eine neue Strategie austüfteln. Ich werd meinen Hänger und etwas vom Equipment zurücklassen, um ca. 10 kg Ballast abzuwerfen. Jürgen von Spot nimmt das dann in zwei Wochen mit nach München. Das alles hört sich zunächst schlimm an, ist aber halb so wild. Damit habe ich schon gerechnet, aber nicht nach den ersten 500 km. Im Endeffekt ist das Glück im Unglück, wenn ich mir vorstelle es wäre am Arsch der Heide passiert…
Das andere ist: Meine Bank hat die Kreditkarte mit einem Limit von 0 Euro versehen. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Jetzt verstehe ich auch, warum man die Bank im Volksmund „Spaßkasse“ nennt… Witzig ist das aber nicht!! Heut ist Freitag und man kann bis Montag telefonisch nichts machen – ist das denn zu fassen?! Zum Glück hab ich noch eine Notfall-Karte, mit der ich den Arzt bezahlen konnte, aber Geld abheben ist nicht drin. In meinem Geldbeutel sind noch vier Euro fünfzehn…
Bin einfach nur froh, dass ich beim Tommy wohnen kann, sonst wäre das alles ziemlich beschissen…
Wie ihr euch vorstellen könnt, ist mein Ego ziemlich am Nullpunkt. Knie im Arsch, kein Geld und ich stecke fest…
Den Kopf in den Sand zu stecken, ist aber nicht meine Art. Ich sehe das als die erste Hürde. Schließlich stehe ich nicht unter Zeitdruck. So gibt’s dann eben eine Woche weniger am Strand :-).
Schreib euch wieder, wenn es was Neues gibt!
Fotos vom Rad und den letzten Tagen kommen auch noch!
PS: Nur die Harten kommen in der Garten ;-)!

English:

Misfortunes seldom come singly…

Unintentionally, I have to stay a few days longer in Vienna. My knee prevented me from cycling to Bratislava this morning. It hurt like hell! Thereupon, I went to a knee specialist in Vienna (thanks to private insurance for medicare :-)). This was the highlight of the day. Due to the missing meniscus, the knee is swollen because of overstrain. The doctor shot me up with Procaine and thus relieved the pain temporarily. Therefore, I don’t only have to take a break, but also figure out a new strategy. I will leave my hanger and some of the equipment behind to lighten my travel weight by 10 kg. Jürgen from the Spot company will take it back to Munich in two weeks. All this sounds more upsetting than it actually is. I’ve expected that, but not after the first 500 km. But in the end it’s a blessing in disguise, if I imagine this happened to me somewhere out in the boonies…
The other thing is: My bank set the limit of my credit card to 0 Euros. I have no idea how that had happened. But now I understand why people call this bank “spare time bank”… But it’s not funny!! Today is Friday, and until Monday I can’t do anything via telephone – can you believe it?! But luckily, I have an emergency credit card with which I could pay the doctor but I can’t withdraw any money. And I only have 4.15 Euros left in my wallet…
I’m just happy that I can stay at Tommy’s, otherwise all this would really suck!
As you can imagine, my ego is pretty bruised. My knee is messed up, I have no money, and I’m stuck here in Vienna…
But burying my head in the sand is not my way. I regard this situation as the first obstacle. After all, I don’t have any pressure timewise. Then I will spend a week less on the beach :-).
I’ll keep you posted!Pictures of the bike and the last days follow!
PS: When the going gets tough, the tough get going ;-)!